idea 21.05.2024 Der       seit       fast       drei       Jahren       im nordostafrikanischen   Eritrea   inhaftierte Pastor   Girmay   Araya   ist   gestorben.   Das berichtete    am    17.    Mai    die    christliche Menschenrechtsorganisation     Christian Solidarity         Worldwide         (Christliche Solidarität    Weltweit/CSW)    mit    Sitz    in London.      Ein      genaues      Sterbedatum nannte     das     Werk     nicht.     Araya     ist Mitgründer        der        pfingstkirchlichen Gemeindebewegung         „Full         Gospel Church“           (Kirche           des           vollen Evangeliums). Die     Evangelische     Nachrichtenagentur IDEA          und          die          Internationale Gesellschaft         für         Menschenrechte (IGFM)     hatten     ihn     zusammen     mit einem        weiteren        Pastor,        Samuel Okbamichael,      als      „Gefangenen      des Monats September 2021“ benannt. Sicherheitskräfte   hatten   den   damals   75- jährigen     Araya     und     den     74-jährigen Okbamichael   Ende   Juli   2021   mitten   in der   Nacht   abgeholt,   ohne   einen   Grund zu          nennen.          Beide          Seelsorger übernahmen     als     Ruheständler     noch gelegentlich   Aufgaben,   um   Pastoren   im aktiven   Dienst   der   „Full   Gospel   Church“ zu entlasten. Die    beiden    Geistlichen    wurden    in    das strengstens           gesicherte           Zentrale Strafermittlungszentrum                Wengel Mermera     gebracht,     das     sich     in     der Hauptstadt      Asmara      befindet.      Hier sollen    sich    laut    CSW    sieben    weitere Kirchenoberhäupter   seit   fast   20   Jahren in     Isolationshaft     befinden,     darunter auch   der   Vorsitzende   der   „Full   Gospel Church“, Haile Naizge. Über      den      Gesundheitszustand      von Pastor   Okbamichael   ist   nichts   bekannt. Seit     Mai     2002     sind     alle     religiösen Gruppen          mit          Ausnahme          des sunnitischen          Islams          und          der orthodoxen,    römisch-katholischen    und lutherischen    Kirche    verboten.    Seitdem werden      regelmäßig      Christen      wegen ihres               Glaubens               willkürlich festgenommen,            müssen            unter unmenschlichen             Haftbedingungen jahrelang          ohne          Anklage          oder Gerichtsverfahren         ausharren         und werden gefoltert. Rund 400 Christen in Haft CSW   schätzt,   dass   derzeit   400   Christen in   Eritrea   inhaftiert   sind,   darunter   mehr als      200      Evangelikale,      aber      auch mindestens   150   orthodoxe   Christen   und 36       Zeugen       Jehovas.       Unter       den Gefangenen   befindet   sich   auch   einer   der Söhne   von   Araya,   der   seit   sieben   Jahren inhaftiert   sein   soll.   Von   den   rund   sechs Millionen   Einwohnern   des   Landes   sind etwa     52     Prozent     Muslime     und     47 Prozent   Christen.   Seit   1993   herrscht   der Diktator Isayas Afewerki (78).
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