idea 2.7.2026
Die
im
Iran
inhaftierte
Christin
Ghazal
Marzban
ist
zu
neun
Jahren
und
acht
Monaten
Haft
verurteilt
worden.
Medienberichten
zufolge
ist
die
Katholikin
im
berüchtigten
Evin-Gefängnis
inhaftiert.
Seit
dem
25.
Mai
befindet
sie
sich
aus
Protest
im
Hungerstreik.
Menschenrechtler
sind
zunehmend
besorgt,
da
sich
ihr
Gesundheitszustand weiter verschlechtert.
Die
42-Jährige
war
laut
der
christlichen
britischen
Hilfsorganisation
Article18
(London)
unter
anderem
wegen
„Propaganda
gegen
den
Staat“
sowie
„Versammlung
und
Verschwörung
gegen
die
nationale
Sicherheit“
angeklagt
worden.
Das
Urteil
habe
der
Richter
Iman
Afshari
am
Revolutionsgericht
gesprochen,
der
zuletzt
von
der
Europäischen
Union
(EU)
mit
Sanktionen
belegt
wurde.
Er
ist
für
harte
Urteile
gegen
zahlreiche
politische
Gefangene,
darunter
auch Christen, bekannt.
Erneute Festnahme nach Protesten
Marzban
war
vor
ihrem
Glaubenswechsel
2017
Muslimin
und
hat
einen
Universitätsabschluss
in
islamischer
Rechtslehre.
Aufgrund
ihrer
Konversion
verfolgten
die
Behörden
die
Christin,
wogegen
sie
protestierte.
So
appellierte
sie
öffentlich
an
den
Papst,
die
massenhafte
Unterdrückung
in
ihrer
iranischen
Heimat
anzuprangern.
Daraufhin
wurde
sie
erstmals
am
5.
November
2024
wegen
angeblicher
staatsfeindlicher
Propaganda
und
Verstoßes
gegen
die
Kopftuchpflicht
festgenommen.
Später
wurde
Marzban
zu
sechs
Monaten
Haft
und
74
Peitschenhieben
verurteilt.
Nach
zwei
Monaten
im
Evin-Gefängnis
kam
sie
im
Januar
2025 wieder frei.
Am
26.
Januar
2026
wurde
Marzban
erneut
zu
Hause
festgenommen.
Geheimdienstmitarbeiter
beschlagnahmten
dabei
ihre
Bibel
sowie
weitere
christliche
Literatur.
Die
erneute
Verhaftung
erfolgte
wenige
Tage
nach
dem
Massaker
an
Tausenden
Demonstranten,
unter
denen
sich
auch mindestens 22 Christen befanden.
„Ein Urteil für beide“
Nach
ihrer
Konversion
war
Marzban
Article18
zufolge
die
Zulassung
zur
Anwaltsprüfung
verweigert
worden,
zudem
wurde
ihr
geraten,
das
Land
zu
verlassen.
Ihr
Ehemann,
ebenfalls
ein
Konvertit,
habe
keinen
Zugang
zu
den
Medikamenten,
die
er
zur
Behandlung
seiner
Parkinson-Erkrankung
benötigt.
Der
Geschäftsführer
des
Werkes,
Mansour
Borji,
erklärte,
das
Urteil
gegen
Marzban
sei
angesichts
der
Erkrankung
ihres
Mannes
faktisch „ein Urteil für beide“.
„Gefangene des Monats Mai“
Die
Internationale
Gesellschaft
für
Menschenrechte
(IGFM)
und
die
Evangelische
Nachrichtenagentur
IDEA
hatten
Marzban
zur
„Gefangenen
des
Monats
Mai
2026“
benannt
und
dazu
aufgerufen,
sich
in
Briefen
an
den
iranischen
Präsidenten
Massud
Peseschkian
für
ihre sofortige Freilassung einzusetzen.