idea 18/2026 Als   „Gefangene   des   Monats   Mai   2026“   haben die          Internationale          Gesellschaft          für Menschenrechte      (IGFM)      und      IDEA      die iranische   Christin   Ghazal   Marzban   benannt.   Sie rufen     dazu     auf,     sich     für     die     Inhaftierte einzusetzen. Geheimdienstmitarbeiter     nahmen     die     42- Jährige    am    26.    Januar    zu    Hause    fest    und konfiszierten      ihre      Bibel      sowie      weitere christliche    Literatur.    Zwei    Stunden    nachdem sie   abgeführt   worden   war,   durfte   Marzban   ihren Ehemann    telefonisch    darüber    benachrichtigen, dass   sie   sich   im   Gewahrsam   des   Geheimdienstes befinde.   Seither   ist   über   ihren   weiteren   Verbleib nichts    bekanntgeworden.    Die    Katholikin    war vor    ihrem    Glaubenswechsel    im    Jahr    2017 Muslimin               und               hat               einen Universitätsabschluss           in           islamischer Rechtslehre.     Aufgrund      ihrer      Konversion verfolgten      die      Behörden      die      Christin, wogegen sie protestierte. Marzban   appellierte   öffentlich   an   den   Papst,   die massenhafte   Unterdrückung   in   ihrer   iranischen Heimat    anzuprangern.    Daraufhin    wurde    sie erstmals     am     5.     November     2024     wegen angeblicher      staatsfeindlicher      Propaganda und     Verstoßes     gegen     die     Kopftuchpflicht festgenommen.    Später    wurde    sie    zu    sechs Monaten      Haft      und      74      Peitschenhieben verurteilt.     Nachdem    sie    zwei    Monate    ihrer Strafe        im        berüchtigten        Evin-Gefängnis abgesessen   hatte,   kam   sie   im   Januar   2025   frei. Ihre   Freiheit   währte   aber   nur   ein   Jahr.   Die   IGFM und   IDEA   bitten,   in   Briefen   an   den   iranischen Präsidenten      Massud      Peseschkian      für      die sofortige    Freilassung    der    Christin    einzutreten. Die      Islamische      Republik      Iran      hat      den Internationalen     Pakt     über     bürgerliche     und politische       Rechte       ratifiziert,       der       auch Religionsfreiheit garantiert.
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