idea  13.10.2026 Im     Iran     ist     die     Ehefrau     eines     inhaftierten iranisch-armenischen        Pastors        aufgefordert worden,   eine   langjährige   Haftstrafe   anzutreten. Das    berichtet    die    Menschenrechtsorganisation „Article   18“   (London).   Es   handelt   sich   dabei   um die   58-jährige   Lida Alexani,   deren   Mann   Joseph Shahbazian    seit    Februar    2025    im    Teheraner Evin-Gefängnis     einsitzt     und     eine     16-jährige Haftstrafe     wegen     Leitung     einer     Hauskirche verbüßt. Die     Evangelische     Nachrichtenagentur     IDEA hatte    bereits    über    Shahbazian    berichtet.    Zum Hintergrund:    Mitarbeiter    des    Geheimdienstes der   Iranischen   Revolutionsgarden   waren   am   30. Juni    2020    in    die    Gemeinde    Shahbazians    in Teheran   eingedrungen,   als   er   einen   Gottesdienst hielt.    Sie    nahmen    ihn    sowie    weitere    Christen fest.   Nach   54   Tagen   kam   er   gegen   eine   Kaution von rund 84.000 Euro frei. Im   Ma i   2022   wurde   er   erneut   inhaftiert   –   unter anderem   wegen   Gefährdung   der   Staatssicherheit durch   sein   Engagement   in   einer   Hauskirche.   Ein Berufungsgericht     in     Teheran     reduzierte     die ursprünglich     zehnjährige     Haftstrafe     im     Mai 2023   auf   zwei   Jahre;   im   September   2023   kam   er frei.   Seit   dem   6.   Februa r   2025    sitzt   er   wieder   im berüchtigten   Evin-Gefängnis.   Dort   erlitt   er   nach einem         35-tägigen         Hungerstreik         einen Schlaganfall. Die          Internationale          Gesellschaft          für Menschenrechte     (IGFM)     und     IDEA     hatten Shahbazian   im   Jahr   2020   als   „Gefangenen   des Monats September“ benannt. Fünf   Christen   zu   insgesamt   über   50   Jahren   Haft verurteilt Alexani    war    im    vergangenen    Jahr    mit    ihrem Mann   und   drei   iranischen   Christen   zu   insgesamt mehr   als   50   Jahren   Haft   verurteilt   worden.   Die Anklagen   stehen   im   Zusammenhang   mit   ihren religiösen    Zusammenkünften.    Alexani,    die    im vergangenen   April   einen   Monat   im   Gefängnis verbrachte,       wurde       wegen       „abweichender Missionierung    entgegen    der    heiligen    Religion des    Islam“    sowie    wegen    „Versammlung    und geheimen Absprachen“   zu   einer   Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Appell an den Iran Nach Angaben   von   „Article   18“   dürfen   Christen armenischer   oder   assyrischer   Abstammung   wie Shahbazian   und   Alexani   im   Iran   zwar   in   einem gewissen    Rahmen    Gottesdienste    feiern,    dies schließe    jedoch    nicht    das    Recht    ein,    ihren Glauben    an    andere    weiterzugeben.    Seit    2009 seien     Kirchen,     die     zuvor     Gottesdienste     in persischer      Sprache      angeboten      hatten,      zur Einstellung    dieser    Praxis    gezwungen    worden. Gemeindeleiter,   die   sich   dem   widersetzten   oder weiterhin      Konvertiten      in      ihren      Häusern betreuten,   würden   ebenso   wie   die   Konvertiten selbst verhaftet und inhaftiert. Der   Geschäftsführer   von   „Article   18“,   Mansour Borji,       forderte       den       Iran       auf,       seinen völkerrechtlichen                          Verpflichtungen nachzukommen.        Der        Staat        solle        die „systematische       Verfolgung       von       Christen beenden“,                    alle                    christlichen Gewissensgefangenen      freilassen      und      allen christlichen   Bürgern   –   Konvertiten   ebenso   wie Christen         armenischer         und         assyrischer Abstammung    –    einen    Ort    bieten,    an    dem    sie „frei       von       Furcht       vor       Verhaftung       und Inhaftierung“ Gottesdienst feiern könnten. Die   Organisation   „Article   18“   bezieht   sich   mit ihrem      Namen      auf      den      Artikel      18      der Allgemeinen     Erklärung     der     Menschenrechte. Dieser   beinhaltet,   dass   jeder   Mensch   das   Recht auf            Gedanken-,            Gewissens-            und Religionsfreiheit     hat.     Obwohl     der     Iran     die Erklärung   unterzeichnet   hat,   verstößt   der   Staat immer     wieder     gegen     die     dort     festgelegten Rechte. Von    den    rund    90    Millionen    Einwohnern    des Landes    sind    etwa    98    Prozent    Muslime.    Der Anteil     der     Christen     liegt     laut     Schätzungen christlicher Hilfswerke bei rund einem Prozent.
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