idea 01.09.2026
Wie
stehen
die
Spitzenkandidaten
von
CDU
und
AfD
für
die
Landtagswahl
in
Sachsen-Anhalt
zum
christlichen
Glauben?
Die
Evangelische
Nachrichtenagentur
IDEA
hat
danach
gefragt.
Für
den
Ministerpräsidenten
Sven
Schulze
(CDU)
war
die
Verwendung
des
Nachsatzes
„so
wahr
mir
Gott
helfe“
bei
seinem
Amtseid
eine
„bewusste
Entscheidung“.
Denn
es
gehe
darum,
„Verantwortung
nicht
nur
vor
Menschen,
sondern
auch
vor
dem
eigenen
Gewissen
zu
tragen“.
Das
Amt
des
Ministerpräsidenten
sei
mit
großer
Verantwortung
verbunden,
betonte
Schulze,
denn
Entscheidungen
hätten
Konsequenzen
„für
viele
Menschen,
oft
über
Jahre
hinweg“.
Zugleich
bewege
sich
die
Politik
stets
im
Spannungsfeld
zwischen
unterschiedlichen
Interessen,
Erwartungen
und
Möglichkeiten.
Gerade
in
diesem
Spannungsfeld
sei
das
Gewissen
ein
„wichtiger
Kompass“.
So
erinnere
ihn
der
Nachsatz
beim
Amtseid
daran,
„dass
politisches
Handeln
nicht
beliebig
ist.
Dass
es
Maßstäbe
gibt,
die
über
den
Tag
hinausgehen.
Dass
Verantwortung
immer
auch
Verpflichtung
ist.“
Christliche
Werte
als
Grundlage
des
Zusammenlebens
Schulze
ist
evangelisch,
für
eine
regelmäßige
Mitarbeit
in
einer
Kirchengemeinde
fehle
ihm
aufgrund
seiner
Aufgaben
allerdings
häufig
die
Zeit.
Dabei
leisteten
gerade
die
Gemeinden
vor
Ort
„einen
wichtigen
Beitrag
für
Gemeinschaft
und Zusammenhalt“.
Auch
darüber
hinaus
seien
christliche
Werte
und
das
„christlich
geprägte
Menschenbild“
für
ihn
wichtige
Grundlagen
des
gesellschaftlichen
Zusammenlebens.
Entsprechend
schätze
er
den
Austausch
mit
den
Kirchen
sowie
mit
dem
Evangelischen
Arbeitskreis
(EAK)
der
CDU.
Eine
einzelne
Lieblingsbibelstelle
habe
er
nicht,
entscheidend
sei
für
ihn
„die
Botschaft,
Verantwortung
für
andere
zu
übernehmen
und
den
Menschen
mit
Respekt
und
Nächstenliebe
zu begegnen“.
Tillschneider:
Glaube
als
Antrieb,
Trost
und
Verpflichtung
IDEA
hatte
zunächst
beim
AfD-
Spitzenkandidaten
Ulrich
Siegmund
angefragt.
Die
AfD
bat
jedoch
um
Verständnis,
dass
sie
derzeit
nicht
alle
Anfragen
an
ihn
beantworten
könne
und
Anfragen
deshalb
nach
thematischen
Kriterien
an
zuständige
Parteikollegen
weiterleite.
Aus
diesem
Grund
beantwortete
der
religionspolitische
Sprecher
der
AfD-
Landtagsfraktion,
Hans-Thomas
Tillschneider,
die Fragen.
Er
erklärte,
die
Gewissheit,
nicht
allein
zu
sein,
„sondern
aus
einem
Verhältnis
zu
Gott
heraus
Politik
zu
machen“,
erfahre
er
„als
motivierenden
Antrieb,
als
Trost
und
als
Verpflichtung“.
So
seien
Menschen
durch
Gott
verpflichtet,
nicht
gegen
dessen
Gesetze
und
Schöpfungsordnung
zu
handeln.
Zwar
schenke
der
Kreuzestod
Jesu
Christi
„die
Hoffnung
auf
Sündenvergebung, aber keinen Freibrief“.
Vielmehr
solle
das
Verhältnis
zu
Gott
jeden
Politiker
daran
erinnern,
„rechtschaffen
und
ehrlich
zu
handeln,
soweit
das
eben
in
der
Politik
möglich
ist“.
Bei
Rückschlägen
biete
es
zugleich
Trost
und
Halt,
denn
man
könne
„nicht
tiefer
fallen
als
in
Gottes
Hand“.
Und
das
Bewusstsein,
dass
einem
bei
redlichem
Handeln
„eine
göttliche
Fügung
entgegenkommt“,
sei
ihm „eine ganz starke Motivation“.
Auf
der
Suche
nach
einer
„deutschen
Orthodoxie“
Auch
im
Gebet,
in
der
„Zwiesprache
mit
Gott“,
zeige
sich
nach
den
Worten
Tillschneiders
„oft
der
Sinn
auch
und
gerade
dessen,
was
nicht
optimal
läuft“
–
und
damit
auch
schon
der
Ausweg.
Als
seine
Lieblingsbibelstelle
nannte
er
das
Wort
aus
Matthäus
4,4:
„Der
Mensch
lebt
nicht
vom
Brot
allein,
sondern
von
einem
jeden
Wort, das aus dem Munde Gottes geht.“
Diese
Stelle
bringe
„mit
einer
schönen
Metapher“
zum
Ausdruck,
dass
der
Mensch
vielfältige
geistige
und
seelische,
nicht
nur
materielle
Bedürfnisse
hat,
und
schlage
zugleich
„einen
Bogen
zwischen
Altem
und
Neuem
Testament“.
Tillschneider
ist
nach
eigenen
Angaben
aus
der
katholischen
Kirche
ausgetreten
und
derzeit
nicht
Mitglied
einer
anderen
Kirche.
Er
beschäftige
sich
aber
„seit
einigen
Jahren
immer
intensiver
mit
Glaubensfragen“
und
sei
„auf
der
Suche
nach
einer
deutschen
Orthodoxie“.
Darunter
versteht
er
laut
einem
Aufsatz
von
2025
die
Verbindung
des
traditionellen
Christentums
mit
der
deutschen
Kultur,
so
wie
er
sie
bei
den
osteuropäischen
Völkern
wahrnimmt.
Die
Landtagswahl
findet
am
6.
September
statt.
Laut
einer
aktuellen
Umfrage
des
Meinungsforschungsinstituts
Infratest
Dimap
im
Auftrag
der
ARD
liegt
die
AfD
mit
42
Prozent
an
erster
Stelle,
gefolgt
von
der
CDU
(22
Prozent),
der
Linken
(elf
Prozent),
der
SPD
(acht
Prozent),
den
Grünen
(sechs
Prozent),
dem
BSW (vier Prozent) und der FDP (drei Prozent).