idea  26/2026 Vietnam:   Der   evangelische   Christ   wechselte   zu einer staatlich nicht anerkannten Kirche. Zum   „Gefangenen   des   Monats   Juli   2026“   haben die          Internationale          Gesellschaft          für Menschenrechte      (IGFM)      und      IDEA      den Christen   Y   Tup   Knul   aus   Vietnam   benannt.   Sie rufen     dazu     auf,     sich     für     den     56-jährigen Protestanten      einzusetzen.      Laut      der      US- Kommission   für   Internationale   Religionsfreiheit ist     er     wegen     seines     Glaubens     und     seiner religiösen Aktivitäten   inhaftiert.   Der Angehörige eines    Bergvolks    aus    dem    zentralen    Hochland befindet   sich   seit   dem   6.   Oktober   2020   hinter Gittern.     An     diesem     Tag     holten     ihn     drei Polizisten   in   Zivil   auf   Motorrädern   bei   seinem Haus   im   Dorf   Ecam   (Provinz   Dak   Lak)   zu   einer Befragung    ab.    Später    teilte    die    Polizei    seiner Frau       schriftlich       mit,       dass       ihr       Mann festgenommen      worden      sei.      Knul      –      ein ehemaliges    Mitglied    der    staatlich    registrierten Freikirche    der    Sieben-ten-Tags-Adventisten    trat   2018   zur   Degar-Kirche   über.   Sie   ist   staatlich nicht anerkannt und wird deshalb verfolgt. Im Schnellverfahren verurteilt Die   Polizei   warf   dem   Christen   vor,   sich   einer separatistischen      Gruppe      angeschlossen      zu haben,   die   auf   den   Sturz   der   Regierung   abziele   ein   Vorwurf,   der   häufig   gegen   Angehörige   nicht registrierter         christlicher         Gemeinschaften erhoben   wird.   In   einem   Schnellverfahren   wurde er    am    19.    April    2022    zu    einer    mehrjährigen Haftstrafe     verurteilt.     Das     genaue     Strafmaß wurde   nicht   veröffentlicht.   Die   IGFM   und   IDEA bitten,   sich   in   Briefen   an   den   vietnamesischen Staatspräsidenten    To    Lam    für    die    Freilassung des    Christen    einzusetzen.    Das    kommunistisch regierte   Vietnam   trat   1982   dem   Internationalen Pakt   über   bürgerliche   und   politische   Rechte   bei, der      Religionsfreiheit      garantiert.      In      dem südostasiatischen   Land   mit   rund   102   Millionen Einwohnern    sind    etwa    die    Hälfte    Buddhisten. Katholiken    stellen    rund    sieben    Prozent    und Protestanten zwei Prozent der Bevölkerung.
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