idea 1.10.2026
ls
„Gefangenen
des
Monats
Oktober
2026“
haben
die
Internationale
Gesellschaft
für
Menschenrechte
(IGFM)
und
die
Evangelische
Nachrichtenagentur
IDEA
den
evangelischen
Pastor
Dedi
Saputra
aus
Indonesien
benannt.
Sie
rufen
dazu
auf,
sich
für
den
ehemaligen
Muslim einzusetzen.
Der
31-Jährige
wurde
am
18.
Februar
2026
an
seinem
Wohnsitz
in
der
Provinz
West-
Kalimantan
auf
der
Insel
Borneo
festgenommen
und
zwei
Tage
später
nach
Aceh
geflogen,
wo
die
islamische
Gesetzgebung,
die
Scharia,
gilt.
Dort
wurde
er
wegen
Blasphemie
(Gotteslästerung)
sowie
Verbreitung
von
Hass-
Botschaften vor Gericht gestellt.
Im
Zusammenhang
mit
einer
öffentlichen
Frage
nach
seinem
Glaubenswechsel
hatte
er
sich
im
Oktober
2025
auf
TikTok
über
die
Biographie
des
islamischen
Propheten
Mohammed
geäußert.
Laut
eines
Gutachters
geschah
dies
in
sachlicher
Weise,
dennoch
lösten
seine
Worte
in
islamischen
Kreisen
eine
Kontroverse
aus.
Der
Vorsitzende
des
regionalen
Zweigs
einer
islamischen
Studentenvereinigung
in
der
Provinz
Aceh
zeigte
ihn
am
5.
November
2025
an.
In
dieser
Provinz
auf
der
Insel
Sumatra
gilt
die
Scharia
seit 2003.
Am
10.
Juli
2026
wurde
Pastor
Saputra
vom
Distriktgericht
in
Banda
Aceh
zu
einer
zweijährigen
Gefängnisstrafe
verurteilt.
Ein
Vertreter
der
Staatsanwaltschaft
äußerte
im
Prozess
sogar
den
Standpunkt,
dass
es
gesetzmäßig
sei,
„das
Blut
eines
Apostaten
(Abtrünnigen) zu vergießen“.
Die
IGFM
und
IDEA
rufen
dazu
auf,
sich
in
Briefen
an
den
indonesischen
Staatspräsidenten
Prabowo
Subianto
für
die
Freilassung
des
Christen
einzusetzen.
Von
den
rund
285
Millionen
Einwohnern
Indonesiens
sind
etwa
zehn
Prozent
Protestanten
und
drei
Prozent Katholiken