idea 28.05.2026
Unbekannte
haben
erneut
einen
Farbanschlag
auf
das
„Haus
für
das
Leben“
des
Lebensrechtsvereins
KALEB
in
Chemnitz
verübt.
Es
ist
bereits
der
dritte
Angriff
dieser
Art
innerhalb
der
vergangenen
vier
Jahre
auf
das
Gebäude,
in
dem
das
Familienzentrum
von
KALEB
Region
Chemnitz
sowie
die
KALEB-
Bundesgeschäftsstelle
untergebracht
sind.
Die
beiden
vorherigen
Anschläge
ereigneten
sich
jeweils
während
der
Weihnachtsfeiertage
in
den Jahren 2023 und 2025.
Die
jüngste
Attacke
wurde
am
22.
Mai
bekannt.
Das
berichteten
der
Geschäftsführer
des
Regionalvereins,
Ernst
von
Heyking,
und
der
Leiter
der
KALEB-Bundesgeschäftsstelle,
Falk
Weißbach,
der
Evangelischen
Nachrichtenagentur
IDEA.
Nach
Angaben
von
Heykings
wurde
die
komplette
Außenfassade
des
Hauses
zur
Straßenseite
hin
mit
Farbe
besprüht.
Die
Täter
hätten
dieses
Mal
jedoch
keine
Worte
oder
Schriftzüge
hinterlassen.
Eine
Spezialfirma
müsse
den
Schaden
beseitigen.
Die
Kosten
lägen
geschätzt
zwischen 3.000 und 4.000 Euro.
Linksextremes Bekennerschreiben
veröffentlicht
B
ereits
am
22.
Mai
wurde
unter
der
Überschrift
„Alle
guten
Dinge
sind
3“
(Fehler
im
Original)
ein
Bekennerschreiben
auf
der
linksextremen
Plattform
Indymedia
veröffentlicht.
Darin
wird
zudem
eine
Verbindung
zum
bevorstehenden
„Schweigemarsch
für
das
Leben“
am
30.
Mai
in
Annaberg-Buchholz
hergestellt.
Die
Verfasser
rechtfertigen
die
Tat
mit
Vorwürfen
gegen
die
Beratungstätigkeit
von
KALEB
und
rufen
dazu
auf,
den
Schweigemarsch
zu
stören.
Der
Verein
solle
weder
staatlich
gefördert
werden
noch
„anderweitig
Einfluss
auf
unsere
Gesellschaft
nehmen“ können.
KALEB: Vielfältig diakonisch tätig
Demgegenüber
betonten
die
beiden
Geschäftsführer,
dass
die
Beratungstätigkeit
von
KALEB
fast
ausschließlich
(zu
97
Prozent)
die
Beratung
und
Begleitung
von
Frauen
während
der
Schwangerschaft,
Umzugskosten
und
Hilfe
zur
Wohnungsausstattung,
Miet-
und
Energieschulden,
Hilfen
bei
Antragstellungen,
Überbrückungshilfen,
Elterngeld
und
Elternzeit,
die
Anschaffung
von
Haushaltsgeräten
oder
Erziehungsfragen
betreffe.
Zur
Umsetzung
dieser
Aufgaben
habe
KALEB
in
der
Region
Chemnitz
im
vergangenen
Jahr
rund
125.000
Euro
an
Hilfen,
die
über
Stiftungen
eingeworben
wurden,
an
Betroffene
weitergegeben
und
damit
deren
Lebenssituationen
verbessern
können.
Würde
der
Verein,
wie
von
den
Tätern
im
Bekennerschreiben
gefordert,
seine
Arbeit
einstellen,
würde
das
genau
die
Menschen
treffen,
die
dringend
diese
Hilfe
brauchten
und
wollten.
Wachsende Unterstützung
Von
Heyking
hob
jedoch
zugleich
hervor,
dass
die
Arbeit
von
KALEB
zunehmend
gewürdigt
und
unterstützt
werde.
Wegen
dieser
„unerfreulichen
Vorkommnisse“
erfahre
der
Verein
eine
zunehmende
Solidarisierung
und
Zuwendung
durch
Spenden,
Bekundungen
und
Gebete.
Auch
nahezu
alle
Fraktionen
im
Stadtrat
verurteilten
die
Farbanschläge
als
Straftaten.
Die
Wertegrundlage
von
KALEB
bildeten
das
Grundgesetz,
das
auch
das
ungeborene
Leben
schütze,
sowie
die
Zehn
Gebote
(5.
Gebot:
„Du
sollst
nicht
töten“).
Bei
der
überkonfessionell
und
überparteilich
tätigen
Organisation
stünden
überall
die
Türen
für
jene
offen,
die
ihre
Sorgen
mitteilen
wollten
oder
Annahme
und
Unterstützung
brauchten,
so
Weißbach.
Das
gelte
unabhängig
von
deren
Glauben,
sozialem
Stand
oder
politischen Ansichten.
Im
Haus
arbeiten
den
beiden
Geschäftsführern
zufolge
fünf
Hauptamtliche
des
Familienzentrums
sowie
drei
Personen
in
der
Bundesgeschäftsstelle.
Bundesweit
hat
KALEB
etwa
40
Mitarbeiter,
von
denen
der
Großteil
ehrenamtlich
tätig
ist.
Die
Initiative
KALEB
entstand
nach
eigenen
Angaben
1988
zunächst
als
Lebensrechtsinitiative
in
der
damaligen
DDR.
Nach
der
deutschen
Wiedervereinigung
wurde
daraus
ein
eingetragener
Verein.
Heute
verfügt
KALEB
über
rund
30
regionale
Anlaufstellen.
Diese
reichen
von
engagierten
Einzelpersonen
bis
hin
zu
eigenständigen
Regionalvereinen
mit
einem
breiten
Angebot
für
Schwangere
und
Familien
sowie
weiteren
sozialen Arbeitsfeldern.