idea  39/2026      (Open     Doors,     Kelkheim)     –     Eine     aktuelle Sechsjahresstudie    der    Beobachtungsstelle    für Religionsfreiheit   in   Afrika   (ORFA)   belegt,   dass Christen   in   Nigeria   systematisch   im   Visier   von extremistischen    Gruppen    stehen.    Die    Daten widerlegen      die      Darstellung      eines      reinen Ressourcenstreits    und    offenbaren    stattdessen eine      gezielte,      ethnisch-religiös      motivierte Gewalt. Gewaltbilanz: Die wichtigsten Zahlen Die     Untersuchung     zur     Gewalt     in     Nigeria basiert    auf    einer    detaillierten    Feldforschung, bei    der    im    Zeitraum    von    Oktober    2019    bis September         2025         jeder         dokumentierte Gewaltvorfall    vor    Ort    verifiziert    wurde.    Die Studie   erfasst   insgesamt   79.323   Todesopfer   im Berichtszeitraum      –      das      entspricht      einem Durchschnitt    von    rund    36    Toten    pro    Tag. Etwas   mehr   als   die   Hälfte   aller   Opfer   waren Zivilisten.    Darunter    waren    22.800    Christen und   10.519   Muslime.   Der   Großteil   der   Angriffe wurde von Fulani-Milizen verübt. Der   Bericht   zeigt   außerdem,   dass   diese   Milizen zunehmend   auch   die   muslimische   Bevölkerung angreifen,      wenn      diese      nicht      ihrem      Volk angehört.     Dennoch     bleibt     die     Gefahr     für Christen    ungleich    höher:    In    den    betroffenen Bundesstaaten     ist     ihr     Risiko,     ermordet     zu werden,   4,4-mal   so   hoch   wie   das   der   Muslime –    gemessen    an    ihrem    Bevölkerungsanteil    in den jeweiligen Bundesstaaten. Im    Bericht    heißt    es    zur    ethnisch-religiösen Motivation      der      Angriffe:      „Es      lässt      sich schließen,    dass    christliche    Zivilisten    getötet oder   entführt   wurden,   weil   sie   Christen   waren. Muslimische       Zivilisten       hingegen       wurden getötet    oder    entführt,    weil    sie    keine    Fulani waren.“ Systematische Entführungen Neben      den      Tötungen      dokumentiert      die Untersuchung      ein      extremes      Ausmaß      an Verschleppungen,    vor    allem    im    Nordwesten des         Landes:         Insgesamt         wurden         im Sechsjahreszeitraum   34.773   Zivilisten   entführt, darunter 15.932 Christen und 15.272 Muslime. Laut     den     Daten     der     Feldforscher     werden Christen    in    Gefangenschaft    jedoch    ungleich schlechter     behandelt:     Für     sie     fordern     die Gruppen      deutlich      höhere      Lösegelder,      die Verhandlungen   dauern   länger,   und   das   Risiko einer    Hinrichtung    ist    massiv    erhöht    –    selbst wenn   das   Lösegeld   bezahlt   wurde.   Zudem   sind verschleppte   christliche   Frauen   und   Mädchen in     Gefangenschaft     gezielt     sexueller     Gewalt, Zwangsbekehrungen          und          erzwungenen Eheschließungen ausgesetzt. Jüngstes Beispiel: Der Angriff auf Kawel Auf   dem   Weltverfolgungsindex   2026   von   Open Doors    steht    Nigeria    an    7.    Stelle    unter    den Ländern,     in     denen     Christen     am     stärksten wegen   ihres   Glaubens   verfolgt   werden.   Einer der   jüngsten,   Open   Doors   bekannten   Angriffe auf   Christen   trug   sich   erst   vor   wenigen   Wochen zu:   Ende   Juni   überfielen   bewaffnete   Angreifer mitten      in      der      Nacht      das      überwiegend christliche        Dorf        Kawel        im        zentralen Bundesstaat    Plateau.    Die    offiziell    noch    nicht identifizierten    Täter    ermordeten    gezielt    über 20    Menschen,    darunter    den    örtlichen    Pastor und medizinisches Personal. Bitte beten Sie für Christen in Nigeria: Beten   Sie   für   ein   Ende   der   Gewalt   in   Nigeria und um Schutz vor weiteren Überfällen.    Beten   Sie   für   alle,   die   nach   Angriffen   verletzt und   traumatisiert   sind,   dass   Jesus   sie   an   Leib und Seele heilt und wiederherstellt. Beten    Sie,    dass    die    Christen    aufgrund    der Gewalt   nicht   die   Hoffnung   verlieren,   sondern stark    im    Glauben    bleiben    und    Licht    für    ihr Umfeld sein können. Beten     Sie     für     alle     Angreifer     –     dass     sie umkehren und Jesus begegnen. Quelle: ORFA, Open Doors
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